Schultersteife

Die Schultersteife ist ein eigenständiges Krankheitsbild, bei dem die Bewegungsfähigkeit der Schulter mehr oder weniger stark eingeschränkt ist. Die Bewegungen werden zunehmend schmerzhafter, und früher oder später kann die Schulter vollkommen versteifen.

Grund für dieses Phänomen ist eine anfängliche Entzündung der Schulterkapsel und der Gelenkschleimhaut. Diese Entzündungsreaktion geht später in eine Kapselverdickung und schließlich in eine Schrumpfung der Schulterkapsel über. Die Schultersteife entsteht schleichend, beginnend mit leichten Schmerzen, die immer weiter zunehmen. Nach und nach nimmt auch die Bewegungsfähigkeit der Schulter ab, so dass die Betroffenen immer mehr im Alltag eingeschränkt sind. Besonders belastend sind die Schulterschmerzen während der Nacht, die vielen Patienten den Schlaf raubt. Menschen die sportlich aktiv sind, fällt es zusehend schwerer ihren Sport auszuüben, er muss im Verlauf der Erkrankung irgendwann aufgegeben werden.

Als Ursachen für die Schultersteife kommen mehrere Faktoren in Frage. Einer der Hauptgründe ist jedoch die lange Ruhigstellung des Armes infolge eines Unfalles oder einer schweren Verletzung. In den allermeisten Fällen kann jedoch keine genaue Ursache für die Entstehung der Schultersteife ausgemacht werden. Bei Diabetes-Patienten oder nach größeren operativen Eingriffen kann eine Schultersteife jedoch gehäuft beobachtet werden. Es gibt auch bestimmte Schultererkrankungen wie der Rotatorenmanschettenriss, die Kalkschulter oder das Impingement, die eine Schultersteife nach sich ziehen.

Auch nach Schulterinfektionen oder in der Folge von Verschleisserscheinungen kann es zur Ausbildung einer Schultersteife kommen. In einigen Fällen werden auch erhöhte Cholesterinwerte, hohe Harnsäurewerte oder Erkrankungen der Schilddrüse für die Entstehung einer Schultersteife verantwortlich gemacht. Männer und Frauen sind von der Schultersteife gleichermaßen betroffen, am häufigsten erkranken Personen zwischem dem 40. und 70. Lebensjahr.

Diagnostiziert wird die Erkrankung mit Hilfe einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung, in einigen Fällen wir auch eine Kernspintomographie veranlasst. Die Behandlung hängt von der Ausprägung ab und reicht von Krankengymnastik, Kältetherapie und cortisonhaltigen Medikamenten bis hin zu operativen Eingriffen.