Schleimbeutelentzündung - Bursitis subacromialis

Die Schleimbeutelentzündung an der Schulter ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung. Sie kann bei Patienten jeden Alters auftreten. Die Aufgabe der Schleimbeutel besteht darin, die Gleitbewegungen von Muskeln oder Sehnen abzupuffern. Mögliche Überlastungen führen zu einem Reizzustand und schließlich zu einer Entzündung. Eine Schleimbeutelentzündung im Schulterbereich kann schnell auftreten und heftig verlaufen. Ist der Schleimbeutel unter der Schulterhöhe entzündet, dann verursacht die kleinste Bewegung starke Schmerzen. Diese nehmen innerhalb von einer Woche wieder ab und die Beweglichkeit des Gelenkes verbessert sich.

Meistens ist eine krankhaft veränderte und verdickte Sehne des Obergrätenmuskels (Musculus supraspinatur) in der Rotatorenmanschette der Auslöser. Aber auch ein Kalkeinbruch in den Schleimbeutel kann eine Ursache sein. Durch Verschleißerscheinungen kann sich in der Sehne des Obergrätenmuskels Kalkeinlagerungen bilden, die so genannte Kalkschulter. Wenn diese plötzlich aufbrechen ist es möglich, dass sie in das Innere des Schleimbeutels gelangen. Hier lösen sie eine Entzündung aus.

Anders als bei Schleimbeutelentzündungen am Ellenbogen oder der Kniescheibe, kann sich der entzündete Schleimbeutel unter der Schulterhöhe nicht weiter ausdehnen, da der Deltamuskel die Schulter in diesem Bereich straff abdeckt. So kommt es bei einer Schulterschleimbeutelentzündung zu einer völligen Bewegungsunfähigkeit (Vergleich: Schultersteife) der Schulter. Jede, noch so kleine, Bewegung überträgt sich auf den entzündeten Schleimbeutel und löst heftige Schmerzen aus.

Das erste Ziel einer Behandlung einer Schulterschleimbeutelentzündung ist es die Schulter möglichst schnell schmerzfrei zu bekommen. Dazu kann der Schleimbeutel punktiert werden mit gleichzeitiger Gabe eines entzündungshemmenden Medikamentes. Manchmal wird auch ein Betäubungsmittel verabreicht um die heftigen Schmerzen zu lindern. Auf jeden Fall wird die Einnahme entzündungshemmender Medikamente empfohlen. Ein Schulterverband kann die Schulter für wenige Tage ruhig stellen, danach sollte unbedingt eine Bewegungstherapie durchgeführt werden, da das Schultergelenk leicht zum Versteifen neigt. Entwickelt sich eine Entzündung chronisch und verhärtet der Schleimbeutel dadurch, kann er mit einer Arthroskopie entfernt werden.