Schultergelenksarthrose

Alle Arthrosen sind vorwiegend degenerative, also durch Abnutzung bedingte, Gelenkerkrankungen. Meist sind die Gelenkknorpel betroffen. In der Folge entstehen funktionsbehindernde Gelenkveränderungen, die chronische, schmerzhafte Zustände bedingen.

Die Schultergelenkarthrose ist eine seltene Erkrankung, da das Schultergelenk sehr viel weniger belastet wird als die großen Gelenke, wie zum Beispiel Hüftgelenke und Kniegelenke im unteren Körperbereich. Zu Beginn der Erkrankung besteht meist nur ein Bewegungsschmerz. Erst später kommt auch ein Ruheschmerz hinzu, letztlich endet eine Arthrose im Dauerschmerz. Meist ist die Ursache im Verschleiß des Schultergelenkes zu suchen.

Neben einer krankheitsspezifischen Behandlung kann eine Schmerztherapie nötig sein. Krankengymnastische Übungen sorgen für eine bessere Beweglichkeit des Schultergelenkes.

Bei weit fortgeschrittener Schultergelenkarthrose mit einem großen Zerstörungsgrad kann ein künstliches Schultergelenk (Endoprothese) eingepflanzt werden. Künstliche Gelenke für die Schulter sind jedoch noch nicht so ausgereift und standardisiert wie beispielsweise Hüft- oder Knie-Endoprothesen. Bei Schultergelenks-Prothesen werden die Gelenkbestandteile zum Beispiel umgekehrt eingebaut, weil dadurch eine optimale Bewegung unter diesen Voraussetzungen gewährleistet ist. Eine hunderprozentige Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit des Schultergelenkes ist auch in diesem Fall nicht möglich. Außerdem muss für ein künstliches Gelenk die Rotatorenmanschette noch erhalten sein, damit der nötige Halt gegeben ist.

Werden die Beschwerden nicht gelindert, so bleibt als letzte medizinische Intervention eigentlich nur die Arthrodese mittels Schrauben und/oder Platten, also die operative Versteifung des Gelenkes, übrig. Nachteil hierbei ist die stark verminderte Beweglichkeit.

Vorbeugen kann man einer Schultergelenksarthrose eigentlich nur, indem man mäßig Sport treibt und bei den ersten Beschwerden das Gelenk schont, um eine Überbeanspruchung zu vermeiden.